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ſtig und die gefährliche Katze nicht mehr vor dem Loche ſitzt? Berlin wird bezahlen, damit unſere Söhne nicht vor ihren Vätern zu erröthen haben, damit die Nachwelt nicht von uns ſagen könne, daß Berlin ſich ſelber das Brandmal der Ehrloſigkeit auf⸗ gedrückt habe. Wir haben unſer Wort verpfändet und wir müſſen es einlöſen?
Das müßt Ihr nicht, denn ich will es nicht! rief der König mit zornblitzenden Augen. Ich will Re⸗ preſſalien gebrauchen. Das Reichshofgericht hat mir die Zahlung der Bamberger und Würzburger Wechſel verweigert.
Und Ew. Majeſtät haben das höchſt unehrlich und widerrechtlich gefunden, unterbrach ihn Gotzkowsky, und weil Sie das wortbrüchige Reich ſtrafen wollen, ſoll das arme Berlin doppelt geſtraft werden, indem man es noch um das Letzte, was ihm in ſeinen Nöthen und ſeinem Unglück geblieben, indem man es um ſei⸗ nen ehrlichen Namen bringt. Dies kann nicht Ihr Ernſt ſein, Majeſtät. Strafen Sie immerhin den Reichshofrath, aber machen Ew. Majeſtät Berlin nicht zu dem ehrloſen Büttel, der die Strafe zu voll⸗ führen hat.
Aber gelüſtet es Euch denn ſo ſehr, Euer Geld los zu werden? fragte der König. Wieviel beträgt die Summe, welche Ihr noch ſchuldet?
Anderthalb Millionen, Majeſtät.
Der König trat einen Schritt zurück und ſah Gotz⸗


