Teil eines Werkes 
4. (Supplement-) Abtheilung, Johann Gotzkowsky oder Friedrich der Große und sein Kaufmann : historischer Roman : 2. Band (1858)
Entstehung
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die Kinder dieſer braven Männer, welche für die Freiheit Berlins gefallen ſind, Waiſen wären. Ich will ihr Vater ſein.

Ja, Herr, ſo habt Ihr geſprochen, und die trauern⸗ den Mütter und all Eure Arbeiter haben es gehört und es in ihr Herz geſchrieben. Fragt die Wittwen hier, für wen ſie zu Gott beten, fragt die Armen, welche kein Brod hatten, und die Ihr geſpeiſt habt, fragt die ganze Stadt, wen ſie ſegnet und preiſt?

Sie werden Euch Alle den Namen Gotzkowsky nennen, ſie werden Alle rufen, es lebe unſer Freund und unſer Vater, es lebe Gotzkowsky!

Und Alles ſtimmte ein in dieſen Ruf, und Alles jubelte und ſchrie ein Lebehoch für Gotzkowsky.

Gotzkowsky reichte ſeinen Arbeitern tiefgerührt ſeine Hände dar, und nahm mit innigem Lächeln die Blumen an, welche die Kinder ihm darbrachten.

Ich danke Euch, ich danke Euch!l ſagte er bewegt. Ihr habt mich reich belohnt, denn ich ſehe, daß Ihr mich liebt, und was kann es Schöneres geben, als die Liebe.

Die Diamanten! rief Ephraim emphatiſch, indem er ſich mit Itzig und einer Deputation der Juden⸗ ſchaft durch die Menge einen Weg bahnte zu dem Helden des Tages. Die Diamanten ſind noch mehr werth als die Liebe, Gotzkowsky. Seht, dieſer Brillant flammt und leuchtet, wie es noch niemals eines Men⸗ ſchen Liebesblicke gethan.

Er hielt Gotzkowsky einen koſtbaren Solitair dar,