Teil eines Werkes 
4. (Supplement-) Abtheilung, Johann Gotzkowsky oder Friedrich der Große und sein Kaufmann : historischer Roman : 2. Band (1858)
Entstehung
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freudig ertragen, zum Beſten ſeiner Brüder, man hatte ihn ſtets hülfreich und dienſtbereit, uneigennützig und gefällig gefunden.

Die ganze Stadt war ihm verpflichtet, allen Klaſſen der Geſellſchaft hatte er genützt und ſie wollten ſich ihm daher auch alle dankbar erweiſen.

Man hatte Gotzkowsky erſuchen laſſen, am Morgen des feierlichen Tages ſein Haus nicht zu verlaſſen, ſondern ſich bereit zu halten, einige Deputationen zu empfangen. Den Deputationen ſollte alsdann ein feierliches Mittagsmahl folgen, welches die Bürger⸗ ſchaft Berlins zu Ehren Gotzkowsky's angeordnet hatte. Man wollte eſſen und trinken, jubeln und genießen zur Ehre Gotzkowsky's, man wollte ihm ein don⸗ nerndes Hoch ausbringen in ſchäumendem Champagner, und Gotzkowsky ſollte es als eine große Feierlichkeit betrachten, daß dieſe guten Berliner ihn verherrlichten, indem ſie einige Stunden lang ſich an ſchmackhaften Speiſen und duftenden Weinen erlabten.

Gotzkowsky hatte ſich vergeblich geweigert, dieſe Feierlichkeiten anzunehmen. Er hatte anfangs ſich damit zu entſchuldigen verſucht, daß ſeine Tochter krank ſei und er ihr Lager nicht verlaſſen möge. Aber man hatte ſich bei ihrem Arzt erkundigt, und der hatte geſagt, Eliſe ſei ganz außer Gefahr, und Gotzkowsky dürfe ſie ohne Sorgen auf einige Stunden verlaſſen. Gotzkowsky hatte alſo keinen Grund auffinden können, ſich der Feierlichkeit zu entziehen, er atte ſie an⸗ nehmen müſſen.