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Zur Schande unſerer Gegenwart, wollen Sie ſagen! rief Graf Tottleben glühend.
Graf Lacy ſah ihn mit einem mitleidigen Achſel⸗ zucken an. Mein lieber Graf, ſagte er dann mit einer ſchneidenden Kälte, wenn man ein ruſſiſcher General iſt, muß man auch ein ruſſiſches Herz haben und keine deutſchen Schwärmereien und Sympathien mehr darin dulden. Es könnte ſonſt kommen, daß man Ihren Kopf mit Ihrem Herzen verwechſelte, und weil man Ihnen das deutſche Herz nicht nehmen kann, Ihnen den deutſchen Kopf entzöge.
General Tottleben trat entſetzt einen Schritt zurück und ſtarrte ihn an.
Graf Lacy fuhr lächelnd und leiſe flüſternd fort: Ich warne Sie, Excellenz, vor Ihrer eigenen Milde und Ihrem deutſchen Herzen. General Fermore iſt mein Freund, und fragt mich oft um die Bedeutung deutſcher Worte. Was wollen Sie, wenn ich ihm das Wort Verrätherei auf eine Ihnen ſehr gefähr⸗ liche Weiſe erläutere, und wenn dieſe Erläuterung von Ew. Excellenz vielleicht in's Sibiriſche überſetzt werden müßte?
General Fermore iſt weder mein Gebieter, noch mein Herr, rief Tottleben ſtolz.
Aber der Gebieter und Herr Ihrer Gebieterin und Herrin, der erhabenen Kaiſerin Eliſabeth. Denken Sie daran! Und nun, Excellenz, haben Sie die Güte mir zu ſagen, wann werden wir dieſen grandioſen Vogel,
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