Teil eines Werkes 
4. (Supplement-) Abtheilung, Johann Gotzkowsky oder Friedrich der Große und sein Kaufmann : historischer Roman : 2. Band (1858)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

8 — 49—

dieſes coloſſalen Baues weithin durch das unglückliche Berlin Tod und Verderben ausſtreuen mußte.

Ich werde es nicht thun, ſagte der General von Tottleben, während er in ſeinem Zimmer auf und ab ging und dies unheilsvolle Papier, welches ihm den grauſamen Befehl gebracht, in ſeiner zuſammenge⸗ krampften Hand zerknitterte. Ich kann nicht ein ſolcher Barbar ſein. Fermore möchte mich verurtheilen, ein Barbar zu ſein, aber ich will ſolche Verurtheilung nicht annehmen! Ich werde nicht gehorchen. Nie⸗ mand außer mir kennt bis jetzt dieſen Befehl. Ich werde ihn ignoriren. Kaiſerin Eliſabeth iſt mir ſehr gnädig und ſie wird es mir verzeihen, daß ich einen

Befehl nicht vollführte, der ſicherlich nicht ihrem eig⸗

nen mitleidigen Herzen entſprungen iſt.— In dieſem Augenblick öffnete ſich die Thür und der eintretende Adjutant meldete den Grafen von Lacy. Das Antlitz Tottlebens nahm einen noch düſterern Ausdruck an und indem er mit haſtigen Schritten dem öſterreichiſchen General entgegenſchritt, murmelte er leiſe: Die Bluthunde haben eine Witterung be⸗ kommen und wollen Blut trinken, wie ich merke! Der Graf Lacy indeſſen näherte ſich ihm mit einem freundlichen und verbindlichen Lächeln. Er ſchien es gar nicht zu gewahren, daß Tottleben die Hand nicht annahm, welche der öſterreichiſche General ihm mit herzlichem Gruß entgegenſtreckte. Ich komme, um ein Viertelſtündchen mit Ihnen

zu plaudern, Excellenz! ſagte Gr rge⸗ Gotzkowsky I. 4 3 innis Gm Fach 1 ehe ge

V