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bekleidet mit den kurzen Röckchen ihrer Uniform auf
der von Regengüſſen aufgeweichten Straße dahin zu
ziehen. Herzzerreißend war das Wehegeſchrei der
armen Kleinen, denen der Krieg ihre Väter, die Armuth ihre Mütter entriſſen hatte, und welche man
jetzt ihrer Heimath, der Zufluchtsſtätte ihrer verwaisten
und verarmten Jugend entriß, um ſie, eine Heerde
wimmernder Lämmer, hinauszujagen in die öden
Steppen des Lebens!
Und wenn ihr Fuß ermattete, wenn ihre kleinen, der Anſtrengung nicht gewohnten Körper zuſammen⸗ ſanken, ſo trieb man ſie mit Säbelhieben und Kolben⸗ ſtößen wieder empor, und wenn ſie fleheten um ein Stückchen Brodt, um einen Tropfen Waſſer für ihren verſchmachtenden Gaumen, ſo verhöhnte man ſie, und ſtatt des Waſſers verwies man ſie auf ihre eigenen Thränen, welche gleich Waſſerſtrömen über die blaſſen Kinderwangen hinſtrömten.
Sie waren faſt den ganzen Tag ſchon gewandert, ohne zu ruhen, ohne irgend eine Labung, irgend eine Stärkung, ihre blutenden Füße ſchleppten ſie kaum noch weiter fort. Mit fieberhaft glühenden Augen, mit verſchmachtenden Lippen, wanderten ſie weiter, den
lick immer in die Ferne gerichtet,— um ein Obdach oder eine Quelle zu erſpähen, an der ſie ſich laben könnten.
Die Nacht brach herein, und auf offenem Felde, auf dem naſſen Erdboden wies man den kleinen Ca⸗ detten ihr Lager an. Sie hatten Anfangs um ein


