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lung des Cardinals Polignac entging nicht ihrer wil⸗ den Zerſtörungswuth. Dieſe Sammlung, welche unter andern die ſchönſten griechiſchen Statuen enthielt, war von Gotzkowsky in Rom für Friedrich den Großen angekauft worden und der König hatte an denſelben immer ein beſonderes Wohlgefallen und eine große Freude gefunden. Das war es, was ſie in den Augen einiger ſächſiſcher Offiziere, denen dieſer Umſtand be⸗ kannt war, verurtheilte. Sie ſelber führten diejenigen ihrer Soldaten, welche ſich in der Zerſtörung am lei⸗ denſchaftlichſten und wüthendſten gezeigt, in die Säle, in denen dieſe herrlichen Schätze aufgeſtellt waren, ſie halfen ihnen ſogar, die marmornen Statuen zu zer⸗ ſchlagen und ſie von ihren Poſtamenten zuſtürzen, ihnen die Köpfe, die Arme und Beine abzuhauen, und ſie gingen in ihrer planmäßig berechneten Bosheit ſo weit, daß ſie ihren Soldaten befahlen, die abgeſchlagenen Theile zu zermalmen, damit eine ſpätere Reſtauration der Statuen dadurch verhindert werde*).
Die armen Bewohner Charlottenburgs ſahen mit zitteundem Entſetzen dieſen Greueln zu, welche die Sachſen im Königlichen Schloſſe verübten, und ſie boten, um mindeſtens ihre eigene Habe und ihre Per⸗ ſon zu retten, dem Feinde eine Contribution von fünf⸗ zehntauſend Thalern an.— Die Sachſen nahmen das Geld, aber in roher Verhöhnung jedes ſonſt heilig gehaltenen Rechts, zeigten ſie ſich jetzt erſt um ſo
—) w. Archenholtz. S. 197.


