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ließ, theilte ſich, einer anſteckenden Peſtgleich, auch den Sachſen mit, und machte aus den Kriegern, welchen man ſonſt, nächſt den Preußen, die meiſte Ordnung und Disciplin nachrühmte, rohe Henkersknechte und bilderſtürmende Vandalen.
Im Königlichen Luſtſchloß zu Charlottenburg, wo die Brühl'ſchen Dragoner ihr Quartier ſich erzwun⸗ gen, begann eine neue Art der Dragonaden, nur daß dieſelben nicht bloß gegen Lebende, ſondern ſelbſt gegen Marmorſtatuen und die heiligen Schätze der Kunſt ausgeführt wurden. Alles, was hier an Pracht und Glanz und ſeltenen Luxusgegenſtänden aufgehäuft war, Alles was der Kunſtſinn der Fürſten hier Sel⸗ tenes und Schönes vereinigt hatte, erlag ihrer wü⸗
thenden Zerſtörungsluſt. Die vergoldeten Meubles,
die Venetianiſchen Spiegel, die großen, japaniſchen
Porzellanvaſen wurden zerſchlagen, die ſeidenen Ta⸗ peten in Fetzen von den Wänden geriſſen, die mit
zierlicher Holzmoſaik ausgelegten Thüren mit Beilen durchhauen, die koſtbarſten und herrlichſten Gemälde mit Meſſern zerſchnitten. Freilich kam es auch vor, daß die Offiziere ihren Soldaten irgend eine koſt⸗ bare Vaſe, ein ſeltenes Kleinod, ein Gemälde wie⸗ der entriſſen, und es vor der Zerſtörung retteten, aber
nicht um damit dem preußiſchen Könige ſein Beſitz⸗ thum zu erhalten, ſondern um es ſich ſelbſt anzu⸗ eignen und es mit fortzuführen in die Heimath.—
Auch die herrlichſten und ſeltenſten Kunſtſchätze, das Charlottenburger Schloß barg, die Ku
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