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und alle Einwohner mit Schrecken und Entſetzen erfüllten.
Der General Bachmann hielt getreulich ſein Gotz⸗ kowsky geleiſtetes Verſprechen, und die ruſſiſche Armee übte in Berlin anfangs nicht allein die ſtrengſte Manns⸗ zucht, ſondern ſchützte ſogar die Berliner gegen die Wuth der Oeſterreicher und Sachſen.
Die geängſteten Einwohner hatten einen mäch⸗ tigen und ſegensreichen Freund,— das war Johann Gotzkowsky! Seiner dringenden Bitte nachgebend, hatte der Adjutant des Generals von Bachmann, Herr von Brinck, in ſeinem Hauſe Quartier genommen, und durch die Vermittelung deſſelben, wie durch ſein Anſehen bei dem General von Bachmann ſelbſt, wirkte Gotzkowsky als hülfreiche Macht für ganz Berlin. Er verſchaffte den Berlinern, welche bemittelt genug wa⸗ ren, die Soldaten zu bezahlen, ruſſiſche Sicherheits⸗ wachen, und mehr als einmal ſchützten dieſelben die eccue der Häuſer gegen den Vandalismus der
Oeſterreicher und Sachſen*).
Die Oeſterreicher waren wider Willen der Ruſſen in die Stadt eingedrungen und hatten mit Gewalt, der mit den Ruſſen abgeſchloſſenen Capitulation zum Trotz, ſich bei den Einwohnern Quartier erzwungen, von denen ſie jetzt mit roheſter Grauſamkeit und er⸗ finderiſcher Marterluſt Alles erpreßten, was ſie an Gold und Kleinodien beſaßen.
*) v. Archenholtz S. 195.


