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Wirklich ertönte jetzt außerhalb des Thores lauter Trompetenſchall, und der Thorſchreiber eilte, die Pforten zu öffnen.
Ein ſeltſames und buntes Gemiſch ruſſiſcher Uni⸗ formen ward jetzt ſichtbar.
Da ſah man die Koſacken auf ihren kleinen Pfer⸗ den und mit ihren ſpitzen Lanzen, die Leibgardiſten in ihrer goldverzierten Uniform, die Huſaren in ihren mit koſtbarem Pelz verbrämten Jacken, und Alles
drängte in wirrem Knäuel durcheinander und ver⸗ breitete ein ohrzerreißendes Getöſe, das ſeltſam con⸗ traſtirte gegen die Stille jenſeits des Thores, gegen die lautloſen öden Straßen, die verhangenen Fen⸗ ſter der Häuſer, deren Bewohner es verſchmäheten, von dem triumphirenden Einzuge des Siegers Zeuge zu ſein..
Nur der immer neugierige, immer ſchauluſtige, aber auch immer geſinnungsloſe Pöbel, welchem man zu Zeiten die Ehre angethan, ihn das„ſouveraine Volk“ zu nennen, nur dieſer Pöbel war auch jetzt aus allen Straßen Berlins herbei geeilt, um den Einzug der Ruſſen anzuſchauen und dem Sieger luſtig entgegen zu jauchzen, vorausgeſetzt, daß er recht ſchön und glänzend einherſtolzirte.
Jetzt trat tiefe Stille in den Reihen der Feinde ein, die Maſſen öffneten ſich und bildeten eine Gaſſe, durch welche der ruſſiſche General Bachmann mit ſeinem Stabe hindurch ritt. Als er in dem Thore an⸗ gelangt war, hielt er ſein Pferd an und fragte mit


