Teil eines Werkes 
4. (Supplement-) Abtheilung, Johann Gotzkowsky oder Friedrich der Große und sein Kaufmann : historischer Roman : 1. Band (1858)
Entstehung
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gethan haſt! In dieſem Moment, wo vielleicht ſein Haupt fällt, wiederhole ich es Dir, ich bin unſchuldig! Dieſe ſtolze Ruhe legte ſich wie eine rauhe Hand 4* auf Gotzkowsky's Herz, und drängte alle die milden, vergebenden Gefühle wieder zurück in ſein Vaterherz. 1 Er erinnerte ſich wieder ſeiner Schmach, und der verletzten Ehre ſeiner Tochter. Du behaupteſt Deine Unſchuld, ſagte er, und hiel⸗ teſt Du nicht in der Nacht dort, in Deinem Schlaf⸗ zimmer einen Mann verborgen? Dennoch bin ich unſchuldig, mein Vater! rief Eliſe glühend. Lies es auf meiner Stirn, ſieh es in meinen Dir dreiſt begegnenden Ainen, ich bin un⸗ 4 ſchuldig! 4 Und ganz überwältigt von der bitteren und ver⸗ zweiflungsvollen Qual ihrer Seele, fuhr ſie immer erregter fort: Aber was kümmert dieſes Alles Dich! Nicht um meine Ehre war es Dir zu thun, nicht dieſe wollteſt Du rächen! Du wollteſt mich nur ſtrafen, weil ich gewagt, ein freies ſelbſtſtändiges Weſen zu ſein, weil ich gewagt, zu lieben, ohne Dich um die Erlaubniß gefragt zu haben! Der reiche Mann, vor dem ſich Alles beugt, dem Alles huldigt, weil er der Prieſter iſt dieſes mächtigen Götzen, welcher die Welt beherrſcht, der reiche Mann ſieht mit Entſetzen, das es doch noch ein Weſen giebt, das, nicht geblendet von ſeinen Schätzen, ein eigenes Laben, einen eigenen Willen, und ein Herz hat, dem er nicht gebieten kann! Und weil dies Weſen ſich nicht freiwillig beugt, ſo