Teil eines Werkes 
4. (Supplement-) Abtheilung, Johann Gotzkowsky oder Friedrich der Große und sein Kaufmann : historischer Roman : 1. Band (1858)
Entstehung
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V ſchnell aus der Scheide ziehend, trat er Gotzkowsky entgegen.

Endlich! rief Gotzkowsky triumphirend, indem * ſein Schwert erhob. Eliſe, außer ſich, der blinkenden Schwerter nicht 1 achtend, warf ſich zwiſchen ſie. Mit glühenden Wor⸗ ten beſchwor ſie Feodor, ihres Vaters zu ſchonen, nicht gegen ihn ſein Schwert zu erheben. Aber Gotz⸗ kowsky's Stimme übertönte ſie. So wilde Worte der Verachtung und des beleidigenden Zornes tön⸗ ten von ſeinen Lippen hervor, daß der junge Offizier, in ſeiner militairiſchen Ehre verletzt, dem Flehen ſei⸗ ner Geliebten kein Gehör mehr geben durfte. Er ſelber war es jetzt, welcher Eliſe zurück drängte und ſich dann mit erhobenem Arm ihrem Vater gegenüber ſtellte. 4 2 Sie müſſen mich tödten, mein Herr, oder dieſen Schimpf mit ihrem Blute abwaſchen! rief er, indem er ſich zum Kampf auslegte. 1

Dann ſchwiegen Beide. Es war eine entſetzliche, unheilsvolle Pauſe, nur unterbrochen von dem Klir⸗ ren ihrer Schwerter und den einzelnen Ausrufungen des Zornes oder der wilden Freude, mit welchem jeder gut getroffene Stoß empfangen und gegeben ward.

Eliſe hatte ihr Haupt gen Himmel erhoben und betete. Es ſchwindelte vor ihren Augen, ihr Kopf verwirrte ſich, ſie hatte ein Gefühl, als ob ſie wahn⸗ ſinnig werden könnte, und ſie flehete zu Gott, daß Gotzkowspy I. 12

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