Teil eines Werkes 
4. (Supplement-) Abtheilung, Johann Gotzkowsky oder Friedrich der Große und sein Kaufmann : historischer Roman : 1. Band (1858)
Entstehung
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Eliſe warf ſich zwiſchen ſie, und vor ihrem Vater auf die Kniee ſinkend, flehete ſie: Tödte mich, Vater! Rette Deine Ehre, tödte mich!

Aber Gotzkowsky ſchleuderte ſie erbarmungslos bei Seite. Fort! ſagte er rauh. Was willſt Du hier? Gieb uns Raum! Es iſt ein Mann da, mit dem ich kämpfen kann für meine Ehre!

Obriſt Feodor näherte ſich ruhig Eliſen, welche noch immer am Boden kniete, die Hände ringend, ächzend vor ungeheurer Qual. V1 Err hob ſie empor, und indem er ihr einige leiſe, unhörbare Worte zuflüſterte, führte er ſie zum Divan,

Dann wandte er ſich an Gotzkowsky. Ihre Ehre iſt rein und unbefleckt, mein Herr! ſagte er. Wie Sie auch immer über mich denken mögen, ſo müſſen Sie doch Achtung haben vor der Tugend Ihrer Tochter! Eliſe iſt unſchuldig!

Unſchuldig! rief Gotfkowsky höhnend, unſchuldig, wenn Ihre Nähe die Unſchuld meiner Tochter ver⸗ giftet hat!

Vater, tödte mich, aber beſchimpfe mich nicht! rief Eliſe, und eine dunkle Gluth trat auf ihre Wangen. ¼

Mir gelte Ihr Zorn! ſagte Feodor glühend. Es iſt barbariſch, ein wehrloſes Mädchen anzufallen!

Gotzkowsky lachte laut und höhnend: Ihr ſprecht von Barbarei und ſeid ein Ruſſe!

Ein Ausruf des Zornes drang von des Obriſten Lippen, dann griff er nach ſeinem Schwert und es