— 157—
ihren Körper, und mit Blitzesſchnelle ſprang ſie em⸗ por und lauſchte.
Als Feodor jetzt ſprechen, als er ſie nach der Urſache ihres plötzlichen Erſchreckens fragen wollte, drückte ſie ihm ſchnell ihre Hand auf den Mund.
Still, flüſterte ſie leiſe. Ich habe es ganz deutlich gehört! Mein Vater kommt durch den Garten hierher.
Beide ſchwiegen ſie und lauſchten. Durch die Stille der Nacht vernahm man jetzt Gotzkowsky's Stimme. Er befahl ſeinen Dienern, die Thüren des Gartens feſt zu verſchließen und ſie genau zu beob⸗ achten, weil die einmarſchirenden Oeſterreicher an die⸗ ſer Mauer vorüberziehen würden.
Du haſt Recht, es iſt Dein Vater, ſagte Feodor. Dies iſt in der That ein unglückſeliger Zufall.
Er wird mich ermorden, wenn er Dich hier findet! murmelte Eliſe, ſich halb ohnmächtig an ihres Geliebten Arm klammernd. 1
Ich beſchütze Dich mit meinem Leben, Eliſe, flü⸗ ſterte er, ſie feſter an ſich drückend.
Nein, nein, ſagte ſie athemlos. Er darf Dich hier nicht finden. Niemand darf Dich ſehen! Ach Feodor, hörſt Du nicht? Er iſt nicht allein, Bertram iſt bei ihm, und ſeine Diener. Oh mein Gott, ſie würden Dich tödten! Rette Dich! Rette mich, Feodor, und verbirg Dich!
Und indem ſie ihn mit unwiderſtehlicher Gewalt nach der Thür hinzog, flüſterte ſie: Da hinein! In mein Schlafzimmer! Dort verbirg Dich!


