XV. Ein unvermuthetes Wiederſehen.
Der Salon, in welchen Eliſe ſich begeben hatte und der ſich neben ihrem Schlafzimmer befand, lag auf der Gartenſeite des Hauſes, und man konnte durch die Glasthüren deſſelben hinaus treten auf den Per⸗ ron, von welchem zierlich gewundene bronzene Trep⸗ pen hinab führten in den Garten.
Es war, trotz der ſpäten Jahreszeit, eine milde mondhelle Nacht. Eliſe öffnete die Glasthüren, und trat hinaus auf den Perron, ſie ließ ihre heiße Stirn ſich kühlen von der friſchen Nachtluft, und auf das Geländer gelehnt, blickte ſie träumend und lächelnd zu dem Monde empor.— Süße und köſtliche Phan⸗ taſieen waren es, welche jetzt die Seele des jungen Mädchens erfüllten, und eine tiefe Gluth auf ihre Weangen trieben.
4 Sie dachte an den Geliebten, welcher jüngſt wie ein Traumbild vor ihr erſchienen war, ſie wiederholte ſich iedes ſeiner Worte. Mit einem zugleich ſüßen und


