Teil eines Werkes 
4. (Supplement-) Abtheilung, Johann Gotzkowsky oder Friedrich der Große und sein Kaufmann : historischer Roman : 1. Band (1858)
Entstehung
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ſagte ſie bebend. Mein Gott, wenn mein Vater Dich hier fände! Oh es war grauſam von Dir, daß Du kamſt!

Es wäre noch grauſamer geweſen, wenn ich, Dir ſo nahe, Dich nicht hätte ſehen ſollen, ſagte er lächelnd. Ich habe ſo lange nach dieſem Wiederſehen geſchmach⸗ tet, ſo lange darnach mich geſehnt, in Deinen Augen zu leſen, daß Du mich nicht vergeſſen haſt. Eliſe, Du ſchlägſt die Augen nieder?

Weil Du ſchon zu viel darin geleſen haſt, ſagte ſie hold erröthend, mehr als Du durfteſt, Feodor, mehr als mein Vater jemals verzeihen würde!

Dein Vater war immer gut und freundlich gegen mich, ſagte er. Aber damals freilich war ich ſein Kriegsgefangener, jetzt ſieht er in mir nichts weiter, als den Feind des Vaterlandes! Und dennoch, Eliſe, eben weil ich das nicht ſein kann, bin ich hier. Es iſt nicht bloß die Sehnſucht, ſondern auch die Angſt der Liebe, welche mich hergeführt. Höre mir zu, meine Minuten ſind gezählt, und ich bin verloren, wenn ich zu lange zögere! Aber ich mußte Dich ſehen, um Euch zu warnen, um die Gefahr ab⸗ zuwenden, welche Dich, welche Euch Alle be⸗ droht! Höre alſo! Dein Vater iſt der mächtigſte und bedeutendſte Mann Berlins! Sein Einfluß vermag Alles beim Magiſtrat und den Bürgern. Flehe Du ihn an, Eliſe, daß er all ſeinen Einfluß anwendet, ein üteetlüces Blutvergießen von dieſer Stadt abzu⸗ wenden