IV. Feodor von Brenda.
Mit haſtigen Schritten hatte Eliſe ſich den ein⸗ ſameren Partieen des Gartens zugewandt. Sie ſehnte ſich allein zu ſein, ihre von ſchmerzlichen Stürmen bewegte Seele bedurfte der Stille und Einſamkeit, um ſich wieder zur Ruhe und zum Frieden zu ſänf⸗ tigen. Langſam, geſenkten Hauptes ging ſie durch die dunklen, ſchweigenden Alleen dahin, ihre Gedanken ſchweiften weit hin in die Ferne, bei den ſchönen und wonnigen Erinnerungen verfloſſener Tage ſuchte ſie ein wenig Troſt, ein wenig Erquickung für die Entbehrungen der Gegenwart.
Wo er wohl weilen mag? fragte ſie ſich ſelbſt, und ſofort bei dem Erinnern an ihn nahmen ihre Züge einen freudigen, faſt ſeligen Ausdruck an. Er ſchwur mir, keine Gefahr, keine Schwierigkeit zu ſcheuen, um mir Nachricht zu geben. Ach, und jetzt iſt er ſchon zehn Wochen fort, und immer noch keine Kunde, nicht das kleinſte Erinnerungszeichen von k ihm! Mein Golt,


