ſo gut ein Held an der Börſe, wie der preußiche König es auf dem Schlachtfelde iſt.
Nur daß meines Vaters Siege weniger blutig ſind! ſagte Eliſe lächelnd.
Eine Pauſe trat ein. Beide fühlten ſie eine ge⸗ wiſſe angſtvolle Beklommenheit und wagten nicht, dieſe Stille zu unterbrechen.
Es war das erſte Mal ſeit Bertram's Rückkehr von ſeiner großen Welttour, daß ſie ſich ſo allein und ohne Zeugen gegenüber ſtanden, denn Eliſe hatte das Alleinſein mit ihm immer gefliſſentlich vermieden.
Bertram war das nicht entgangen und er war alſo feſt entſchloſſen, dieſen günſtigen Moment zu benutzen und ihn zu einem entſcheidenden zu machen.
Aber dennoch wagte er es nicht zu ſprechen, und ihrer gleichgültigen ſtillen Ruhe gegenüber erſtarb das Wort auf ſeinen Lippen. Er blickte ſie an und die Bilder früherer Tage lebten wieder auf in ihm. Er ſah ſie, wie ſie, halb Kind, halb Jungfrau, ſich ver⸗ traulich und liebevoll an ſeine Seite ſchmiegte und mit träumeriſchem Erröthen zu den neckenden und ſcherzenden Worten ihres Vaters lächelte.
Damals hatte ihre Seele offen und klar vor ihm dargelegen, damals hatte ſie ihn unverhüllt den gan⸗ zen Schatz ihres ſchönen, reichen Psens und all die phantaſtiſchen und ſchwärmeriſchen Gedanken ihrer jungen Mädchenſeele ſehen laſſen, damals hatte er ſeinen Theil gehabt an ihren Freuden, und ihren kleinen


