II. Das Feſt der Arbeiter.
Der Garten, der hinter Gotzkowsky's Hauſe bis zur Stadtbegränzung ſich hinzog, war von wahrhaft künſtleriſ cher Schönheit, und Gotzkowsky hatte Tau⸗ ſende daran gewandt, um aus diefer Sandfläche einen Park zu ſchaffen. Jetzt war ſein Werk vollendet und ganz Berlin ſprach mit Stolz und Bewunderung von dieſem Garten, welcher ſchon zu den Merkwürdigkei⸗ ien gehörte, die jeder duribreiſene Fremde in Augen⸗ ſchein nehmen mußte. Die herrlichſten Baumgruppen inh man hier und da unterbrochen von grünen Raſen⸗ ſenplätzen, in deren Mitte ſich hier marmorne Sta⸗ luen, oder zierliche Springbrunnen erhoben, während dort ſich geſchnittene Hecken hinzogen, und aus den Treibhäuſern die Düfte exotiſcher Pflanzen die Luft erfüllten.
Heute bot der Garten indeß ein beſonders lebhaf⸗
ies Vild dar. Dort drüben auf dem Raſen tanzten
die jungen Mägde und Burſche zum Klange einer


