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Du warſt einſt arm? fragte Eliſe, indem ſie ihren Vater mit ſtaunender Verwunderung anſah. Gotzkowsky lächelte und lehnte ſich ſinnend und ſchweigend in den Seſſel zurück. Ja, ich war arm, ſagte er nach einer Pauſe. Ich habe alle Schreckniſſe der Armuth erfahren, ich habe gehungert und gedur⸗ ſtet, entbehrt und gelitten, als kleiner Knabe ſchon. So lag ich einſt verlaſſen und elend in einem Graben an der Landſtraße und rang meine Hände zu Gott empor und flehete zu ihm um einen Tropfen Waſſer, um ein Stückchen Brot. Ach, in meinem Herzen glaubte ich noch ſo ſehr an die Güte Gottes, daß ich vermeinte, er würde den Himmel öffnen, und mir mit ſeiner eigenen Hand die Nahrung reichen, um die ich ihn anflehete mit meinem ſchluchzenden Gebet. Ich wartete und wartete in verzweiflungsvoller Angſt, aber der Himmel that ſich nicht auf und mein verſchmachtender Gaumen ward nicht einmal von einem Regentropfen gekühlt. Aber die Wolke, welche ich am Himmel vergeblich geſucht, ſie zeigte ſich endlich auf der Landſtraße, und wie ich dieſe wirbelnde Staub⸗ wolke ſah, mit welcher eine glänzende Equipage daher gerollt kam, da ſagte ich zu mir:„Da kommt Gott!“ Und nun fand ich Kraft, mich von meinen Knieen aufzurichten, dieſer rollenden Equipage entgegen zu eilen, und mit einer Stimme, welche das Getöſe der Räder übertönte, ſchrie ich:„Erbarmen! Erbarmen! Gebt mir ein Stückchen Brot, einen Tropfen Waſſer! Erbarmen!“— Eine Hand ſtreckte ſich mir entgegen
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