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Nous égratignez d'une main, Lorsque vous caressez de l'autre.*)
Der König lachte. Ah, ſagte er, welch ein aller⸗ liebſtes Quatrain der Sieur Arouet da gemacht hat!
Arouet? fragte Voltaire erſtaunt.
Nun, Sie wollen mich doch wohl nicht glauben machen, daß dieſes keine ſtachlichte, wiederhaarige Reim⸗ geklingel von dem großen Dichter Voltaire ſei? Nein, nein, es iſt nicht vom großen Voltaire, ſondern nur vom kleinen Arouet, und mit Arouet's Unterſchrift wollen wir es drucken laſſen!
Voltaire heftete einen Moment ſeine großen Augen mit einem ſtechenden Ausdruck auf das ſchöne, lä⸗ chelnde Antlitz des Königs. Dann ſenkte er das Haupt tund blickte gedankenvoll zur Erde nieder. Eine Pauſe
rat ein. Als Voltaire dann ſich wieder emporrichtete, hatte ſein Angeſicht wieder den edlen, ſchönen Ausdruck, war er wieder der Dichter Voltaire.
Sire, ſagte er mit weichem, faſt zärtlichem Ton, Sire, ich werde dieſes Gedicht nicht drucken laſſen, denn Sie haben Recht, es iſt nicht von Voltaire, ſon⸗ dern von dem alten Arouet oder Adam, der dem Dich⸗ ter Voltaire immer noch zuweilen in den Nacken ſchlägt. Aber Sie, Sire, Sie, welcher ſchon fünf Schlachten gewonnen hat, und dem einige Morgenſtunden jedes Tages genügen, um ein großes Königreich mit Weis⸗ heit, Umſicht und Liebe zu regieren, Sie werden immer mit einem gütigen Blick Ihres Auges den alten Arouet bannen und himmliſche Liebes⸗ und Loblieder von Vol⸗ taire's Lippen rufen!.
Mag es genug ſein an den Liebesliedern, die Lob⸗
*) Voltaire: Oeuvres complètes. Vol. 58. p. 379.


