hen. Sterbe ich hier, nun ſo gönnen Sie mir die
Gnade, dort begraben zu werden, wo ich lebend die ſeligſten Stunden genoß. Laſſen Sie mich nach einem langen, vielbewegten Tage die Nacht der Unſterblichkeit im Garten von Sansſouci durchträumen!
So ſei es, mein Freund, ſagte der König bewegt. Dort, wiſſen Sie wohl, unter der Statue der Flora iſt mein Grab. Wo ſoll das Ihre ſein? Wählen Sie ſich eine Stelle!
Wenn ich wählen darf, Sire, ſo möchte ich dort drüben unter jener ſchönen Vaſe von Ebenhecht begra⸗ ben werden.
Der König nickte ihm lächelnd Gewährung zu. Kommen Sie, ſagte er, indem er den Arm des Mar⸗ quis in den ſeinen legte, kommen Sie! Wir wollen zu jener Vaſe gehen, und ich will die Hand auf die⸗ ſelbe legen und ſie zu Ihrem Grabmal weihen.
Schweigend gingen ſie die Plattform entlang, an der Statue der Flora vorüber, welche d'Argens mit einem ehrerbietigen Neigen des Kopfes, der König mit einem Lächeln begrüßte. Wie ſie aber jetzt dieſe zwei kleinen Stufen hinabſchritten und dieſes von grünem Raſen umhegte Rondel betraten, blieb der König ſte⸗ hen und ſchaute ſinnend nieder auf dieſe Steinplatte, welche er eben mit ſeinem Fuße berührte.
Sein Sie andächtig und fromm an dieſer Stelle, ſagte er. Wir ſtehen hier am Grabe meiner treueſten Freundin, die uns Beiden vorangegangen iſt in die Seligkeit des ewigen Schlafes. Hier liegt Biche be⸗ graben! Den Hut ab, Marquis! Sie liebte mich
und war mir treu bis zum Tode. Wer weiß, ob ich unter meiner Flora und Sie unter Ihrer Vaſe das Lob verdienen, was ich aus ganzer Seele meiner


