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Eine athemloſe Pauſe trat ein. Aller Augen wa⸗ ren ſtarr und unverwandt auf die Bühne gerichtet, nur der König ſchaute gleichgültig auf die Tabatiere nieder, die er in ſeinen Fingern drehte, und deren große Brillanten dann blitzartig auffunkelten und flammten.
Jetzt ein allgemeines Ach der Bewunderung. Da flattert ſie heran, roſig, ſtrahlend von Liebreiz, duftig und zart, wie eine Libelle, verlockend und reizend in ihren durchſichtigen ſilberfunkelnden Gewändern, mit dieſem zauberhaften Lächeln, das die Perlenreihe ihrer Zähne zeigt und in ihre roſigen Wangen reizende Grübchen bohrt, mit dieſen großen, geheimnißvollen, ſchwarzen Augen, welche zugleich ſo hold zu ſchmeicheln
und ſo kühn zu drohen verſtehen. Unhörbar ſchwebt
ſie heran bis zu dem Rande der Bühne. Nun biegt ſie mit einer unnachahmlichen Grazie den Oberkörper zurück, und auf den äußerſten Spitzen ihrer Zehen ſchwebend, hebt ſie die Arme, welche eine Roſenguir⸗ lande halten, hoch über ihrem Haupte empor, und ſchaut, ruhend in dieſer ſchwebenden Stellung, mit einem ſüßen Lächeln zu den Blumen auf.
Wundervoll! ſagte plötzlich eine laute volle Stimme. Es war die des jungen Regierungsrathes von Cocceji, welcher da drüben in der Proſceniumsloge dicht neben der Bühne ſaß, und mit glühenden, ſtrahlenden Augen zu der Barberina hinüberſtarrte.
Barberina wandte ihr Antlitz zu ihm hin und lächelte.
Der König runzelte leicht die Stirn und drehte
die Tabatiere ein wenig ſchneller zwiſchen ſeinen Fingern.
Wundervoll! wiederholte Herr von Cocceji, und
dann warf er einen drohenden, herausfordernden Blick
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