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Aber es kam doch ein Moment, wo der Sturm des Beifalls ſich nicht mehr unterdrücken ließ, wo die Studenten ihrer angenommenen Klugheit und Vorſicht vergeſſend laut aufjauchzten vor Entzücken, ſchallend ihre Hände in einander ſchlugen, wie junge ſieges⸗ trunkene Stiere brüllten nach ihrem Liebling, und jauchzend und ſchreiend und ſtampfend und polternd Eckhof, welcher eben die Bühne verlaſſen hatte, riefen und ſein Erſcheinen bei offener Scene verlangten.
Der Kampf wird jetzt unvermeidlich ſein, ſagte Lupinus zu ſich ſelber, aber was thut das? Eckhof hat es wohl verdient, daß man um ſeinetwillen alle kleinlichen Rückſichten und Erbärmlichkeiten vergißt. Für ihn zu ſterben, das müßte ein ſeliger Tod ſein.
Als Eckhof jetzt, dem ſtürmiſchen Rufen und Pol⸗ tern nachgebend, auf der Bühne erſchien, da leuchteten die Augen des jungen Lupinus vor Entzücken und Freude; gleich all den Andern klatſchte er in die Hände und ein glückliches Lächeln überſtrahlte ſein bleiches Angeſicht.
Es war ein köſtlicher Moment des Triumphes für Eckhof, dieſes begeiſterte Publikum zu ſehen, welches ſo freudig ihm zujauchzte, dieſe Studenten zu gewah⸗ ren, welche in der Extaſe ihrer Leidenſchaft und der Gluth ihrer Jugendbegeiſterung alle Ruhe und Be⸗ ſonnenheit fahren ließen, um trotzig und kühn der Ge⸗ fahr mit ihrem Entzücken in's Angeſicht zu ſchlagen.
Eckhof verneigte ſich und dankte mit Lächeln und Geberden für die Ehre dieſes Moments, das Publi⸗ kum jauchzte und ſchrie, als plötzlich dieſes Bravo⸗ rufen und dieſes Händeklatſchen durch jenes furchtbare, widerliche Geräuſch unterbrochen ward, das für den
Bühnenkünſtler die eigentliche Trompete des Weltge.
richts iſt. Ein grelles, durchdringendes Pfeifen ließ


