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wie man wußte, einige von dem König ſelber compo⸗ nirt worden.
Die erſte Quadrille, in welcher die Prinzeſſinnen tanzten, war jetzt unter dem lauten, von keiner Etikette zurückzuhaltenden Beifall der Menge beendet, und un⸗ ter dem Schall der Panken und Trompeten traten die Pinzerinnen und Tänzer der zweiten Quadrille in den Saal.
Prinzeſſin Amalie hatte ſich aus dem bunten Ge⸗ wühl in eine Fenſterniſche zurückgezogen. Sie fühlte ſich erſchöpft, abgeſpannt von dem Tanz, von den vie⸗ len Aufregungen des Tages. Sie bedurſte eines Mo⸗ ments der Ruhe, der Erholung und des Nachſinnens. Sie zog die ſchweren ſeidenen Vorhänge zuſammen, und ſetzte ſich hochathmend auf das kleine geſtickte Ta⸗ vouret, das in der Fenſterniſche hinter der verhüllten Gardine ſtand. 4
Wie wohl that ihr dieſe Abgeſchiedenheit und Stille vom bewegten Leben, dem rauſchenden Feſte ſo nahe, wie ſüß ließ es ſich träumen bei dem Klang der Mu⸗ ſik, dem Geräuſch der plaudernden, lachenden, tanzen⸗ den, auf und abgehenden Menge!
Prinzeſſin Amalie lehnte ihr Haupt zurück und ſchloß die Augen, nicht um zu ſchlafen, ſondern, wie geſagt, um zu träumen.
Sie dachte daran, daß ihre Schweſter eine Königs⸗ krone auf ihre Stirn ſetzen, und für dieſe Krone ſich verkaufen wolle an einen Mann, den ſie niemals ge⸗ ſehen, von dem ſie nichts weiter wußte, als daß er der Erbe eines Thrones ſei. Sie ſchauderte bei dem Gedanken, daß ihre Schweſter dieſem Manne, welchen
ſie nicht kannte, ihre Religion zum Opfer dargebracht,
und vor Gottes Altar gelobt hatte, ihn zu lieben und ihm treu zu ſein. In der Reinheit und Unſchuld ih⸗


