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während er ſeinen Günſtling mit einem ſcharfen, durch⸗ dringenden Blick anſah, welcher dieſen unwillkührlich erbeben und das Auge niederſchlagen machte. Du biſt wohl ſchon lange munter, da Du ſo ſchnell auf mein Klingeln gekommen biſt.
Ja, Majeſtät, ich bin ſchon lange wach und wie Eunere Majeſtät ſagen, auch munter, denn ich habe Enerer Majeſtät eine frohe Nachricht zu bringen.
Nun, ſo laß hören, ſagte der König lächelnd. Hat etwa meine Muhme, die Kaiſerin Maria Thereſia, frei⸗ willig ſich ihrem Gegenkaiſer Karl dem Siebenten un⸗ terworfen, oder hat ſich England mit Frankreich ver⸗ ſöhnt, oder auch, und das ſcheint mir das Wahrſchein⸗ lichere, hat mein Geheimkämmerer Fredersdorf endlich das Geheimniß entdeckt, Gold zu machen, wonach er ſo lange, ſo vergeblich trachtete und das er ſo gerne mit den höchſten, den feierlichſten Opfern erkaufen möchte! 3
Der König legte einen ſo eigenthümlichen Nachdruck auf das Wort„Opfer“, daß Fredersdorf ſich ängſtlich fragte, ob am Ende der König heute ſeine Unterhal⸗ tung mit Joſeph belauſcht und erfahren habe, welches Opfer er nächſtens dem Teufel darzubringen habe.
Nun, ſo ſage ſchnell Deine Neuigkeit, fuhr der Kö⸗ nig nach einer kleinen Pauſe fort, denn Du ſiehſt wohl, daß ich mich mit den fabelhafteſten Dingen herumqnäle, um ſie zu errathen.
Sire, die Barberina iſt geſtern in Berlin einge⸗ troffen.
Wirklich! ſagte der König gelaſſen. Wir haben ſie alſo endlich der Republik Venedig und dem Lord Stuart Mackenzie abgewonnen?—
Nicht doch, Sire, denn der Lord iſt gleichfalls heute Morgen in Berlin angelangt.


