Teil eines Werkes 
3. Folge, Friedrich der Große und seine Geschwister : historischer Roman : 2. Abtheilung : 2. Band (1857)
Entstehung
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So möge denn der Kampf auf's Neue beginnen, ſagte der König als er wieder allein war. Ich werde ihn mit dem neuen Jahr wieder aufnehmen, und ich werde kämpfen, wie ich gekämpft habe, das Eine nur im Auge habend, meine Ehre und die Ehre Preußens! Nie werde ich den Augenblick ſehen, der mich zu einem nachtheiligen Frieden nöthigen könnte. Es giebt keine Ueberredung, keine Beredt⸗ ſamkeit, die mich dahin bringen könnte, meine Schande zu unterzeichnen. Ich werde mich entwe⸗ der unter den Trümmern meines Vaterlandes begra⸗ ben, oder ich werde, wenn dieſer Troſt dem mich verfolgenden Geſchicke noch zu ſüß iſt, meinem Un⸗ glück ein Ende zu machen wiſſen. Die Ehre allein hat meine Schritte bis hierher geleitet, und ſoll ſie auch ferner leiten! Ich habe meine Jugend mei⸗ nem Vater, mein Mannesalter meinem Vaterlande geopfert, und werde doch nun wohl das Recht haben, uber mein Alter zu gebieten. Es giebt Leute, die gegen das Geſchick folgſam ſind, aber das iſt meine Sache nicht! Habe ich für Andere gelebt, ſo will ich wenigſtens für mich ſterben können, unbekümmert was man davon ſagen wird. Nichts ſoll mich zwingen, einem ſchnellen und entſchloſſenen Tode ein kraftloſes Alter vorzuziehn, voller Verdruß und Schmach, voll Betrübniß über vergangenes Glück und voll Beleidigungen! Ich werde Alles wagen, ich werde zur Erreichung meiner Plane die kühn⸗

Raghib ſtarb bald darauf und ſein Nachfolger Hamet Hamſa wußte den Sultan Muſtapha III., der überdies einem Frieden mit Oeſter⸗ reich mehr geneigt war, zu bereden, den Friedensvertrag als unge⸗ ſetzlich und nur durch Beſtechung erlangt wieder aufzuheben. Jp⸗ ſilanti ward unter dem Vorwand, weil er zwei ſeiner Sclavinnen geprügelt, erhängt, und Aliwegen zu großer Gefälligkeit nach Cypern verbannt⸗(v. Hammer: Bd. 8. S. 266.)