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Freundſchaftsvertrag mit der Türkei vorlegte, und ſeine Einwilligung und Unterſchrift für denſelben erbat. Dieſer Vertrag ſicherte Preußen alle die Vorrechte zu, welche die Türkei den anderen euro⸗ päiſchen Mächten gewährte: freie Schiffahrt, die Nechte der Geſandten und Conſuln, die Gerichtsbar⸗ eeit in den Sachen preußiſcher Unterthanen, und die perſönliche Freiheit aller preußiſchen Untertha⸗ nen, die auf keinem Borde zu Sclaven gemacht werden könnten)
Der König verlieh dieſem Vertrage die Unter⸗ ſchrift, und ernannte Herrn von Rexin zu ſeinem bevollmächtigten Miniſter, den er damit beauftragte, mit dem Geſandten des Tartarenchans wieder ab⸗ zureiſen und dem Großſultan in feierlicher Audienz hit unhrſchriohene Beſtätigungsurkunde zu überrei⸗ hen.**
6 2 Hammer: Geſchichte des Osmaniſchen Reiches. Bd. 8. S. 241.
**) Herr von Rexin hatte in der That mit großen Widerwärtig⸗ keiten und Hinderniſſen zu kämpfen gehabt, bevor es ihm gelang, dieſen Freundſchaftsvertrag mit der Pforte zu Stande zu bringen, und nur durch Beſtechung war es ihm endlich gelungen. Durch den Arzt des Großveziers Namens Jpſilanti, und den Secretair des Großveziers Ali gelangte er endlich zu ſeinem Ziel, aber es koſtete dem König die bedeutende Summe von achtzigtauſend Piaſtern.— Der ruſſiſche Geſandte zu Conſtantinopel und der öſter⸗ reichiſche Internuntius, als ſie von dieſem Freundſchaftsvertrag der Pforte mit Preußen endlich Kunde erhielten, ſchlugen ihren Höfen vor, hunderttauſend Ducaten daran zu ſetzen, um den Tractat noch vor der Beſtätigung umzuſtoßen, aber ehe noch die Höfe etwas darüber entſchieden hatten, waren die Urkunden ausgewechſelt, ob⸗ wohl der die türkiſche Nachricht überbringende preußiſche Courier von dem ihn begleitenden Janitſcharen zu Aidos erſchoſſen worden, weil dieſem, wie er behauptete, Rexin neunhundert Piaſter ſchul⸗ dig geblieben.(v. Hammer: Geſchichte des Osmaniſchen Reiches. Bd. 8. S. 241.) Indeſſen kam der Vertrag doch nicht zu ſeiner Ausführung, denn der freiſinnige und groͤßdenkende Großvezier


