Teil eines Werkes 
3. Folge, Friedrich der Große und seine Geschwister : historischer Roman : 2. Abtheilung : 2. Band (1857)
Entstehung
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und jedem neugierigen Blick das Einſchauen in das Innere der Kutſche verwehrten. Zu beiden Seiten dieſer Kutſche ritten vier Tartaren in langen weißen Pelzen, mit geſchultertem Säbel, die funkelnden Blicke unverwandt auf die Kutſche geheftet, und binter der Kutſche folgte eine unabſehbare Schaar Neugieriger, beſtehend aus preußiſchen Soldaten jedes Regimen⸗ tes und jeder Uniform, aus Bauern und Bäuerin⸗ nen, aus Greiſen und Kindern, die Alle ſtumm vor Staunen und Verwunderung dieſe ſeltſame und fremdartige Cavalcade anſtarrten, die eben vor dem Hauſe des Königs hielt.

Die Schildwachen vor demſelben traten in's Ge⸗ wehr, und aus dem Innern des Hauſes kamen die Generale und Stabsofftziere hervor und naheten ſich ſchweigend und mit ehrfurchtsvollen Grüßen dieſen beiden vorher beſchriebenen, fo ſeltſam con⸗ traſtirenden Reitern, welche offenbar die Hauptper⸗ ſonen des ganzen Zuges bildeten. Sie ſchwangen ſich Beide leicht vom Pferde, und erwiederten die höflichen Begrüßungen der Generale, der Eine in ſehr leichtem fließenden Deutſch, der Andere in vielleicht ebenſo fließender Sprache, nur daß die⸗

ſelbe Niemand verſtand, und daß man ſich begnügen mußte, ihm mit einigen gemurmelten Worten, einem

Lächeln und einigen hieroglyphiſchen Händedrücken zu antworten.

Der Erſte war der Baron von Rexin, der Ge⸗ ſandte, den der König an den Großſultan und den Tartarchan geſandt, und der das ſeltene Glück gehabt, von einem Handlungsdiener Namens Hau⸗ den, welcher beim Kaufmann Hübſch in Breslau diente, ſich durch gutes Glück und ſeltenes Geſchick