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Und während die frommen Mönche ihre, ſonſt nur zum Gebet gefalteten Hände zu tüchtigen Fauſt⸗ ſchlägen durch die Luft ſchwangen, brüllten die Einen dabei: Es lebe Thereſia!— Die Anderen: Es lebe Federigo!
Und dies Geſchrei war für beide Parteien, was die Trompete für das Schlachtroß iſt. Es befeuerte immer auf's Neue ihren Muth und hieß ſie mit gleicher Gewalt auf den Feind eindringen.
Es lebe der große Friedrich! ſchrie eben der Pa⸗
ter Anſelmo. Es lebe der Sieger von Leuthen und Zorndorf! Deer Pater Guardian ſtieß einen Schrei der Wuth aus, und ſein flammendes Auge fuhr im Zimmer umher, nach einer Waffe ſuchend, den Verräther zu züchtigen. Es haftete auf den blitzenden Zinnbechern, die neben ihm auf der Tafel ſtanden. Mit einem wilden Fluch hob er einen derſelben empor und ſchleuderte ihn gerade in Pater Anſelmo's Angeſicht, daß ihm das Blut aus der Naſe hervorſtürzte.
Das war das Signal zu einem neuen Kampf. Aber dieſer ward jetzt nicht mehr mit der Zunge und mit der Fauſt geführt, ſondern mit den Waffen, die dort auf der Tafel lagen. Alles ſtürzte mit wüthendem Geſchrei zu der Tafel hin, um ſich Waffen zu holen, die Becher ſchwirrten wie blitzende Kugeln hier und dorthin durch die Luft, und trafen immer ſicher und ſchmerzhaft genug die Köpfe, auf die ſie gezielt waren. Hier und da vernahm man ſchon lautes Wehklagen und Jammern, untermiſcht mit wilden Verwünſchungen und dem raſenden Schlachtruf: Es lebe Thereſia! Es lebe Federigo! — Hier und da ſah man ſchon einen Verwundeten aus dem Getümmel ſich in irgend eine Ecke flüchten,


