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Schwelle ſtehen und ſtarrte mit entſetzten Blicken auf dieſes wüſte und unerhörte Schauſpiel hin, das ſich ihm darbot.
Es waren keine Mörder da, welche die Mönche mordeten, ſondern die ehrwürdigen Väter allein hat⸗ ten dieſen wüſten Tumult verurſacht, der den Prior mit Entſetzen erfüllt hatte.— Der Saal glich nicht mehr dem ernſten ascetiſchen Speiſeſaal friedlicher Kloſterbrüder, er hatte ſich in einen Schlachtplan verwandelt, auf dem zwei kampfesdurſtige Parteien einander gegenüberſtanden. Man hatte die Tiſche, auf welchen die Flaſchen und Gläſer, die Teller und Schüſſeln in wilder Unordnung durcheinander ge⸗ rüttelt waren, bei Seite geſchoben, und in dem da⸗ durch entſtandenen freien Raum des Saals ſtanden die Mönche mit drohender Stellung, mit wuthblitzen⸗ den Augen, Flüche und Verwünſchungen ausſtoßend, einander gegenüber.
Keiner von ihnen hatte bemerkt, daß die Thür des Saals ſich geöffnet hatte, Keiner achtete dar⸗ auf, daß der Prior und Cocceji als ſtaunende Zu⸗ ſchauer des unerhörten Schauſpiels daſtanden, wel⸗ ches die Mönche eben im Begriff waren, aufzuführen.
Schweigt, ſage ich, ſchrie ſoeben der Pater Guar⸗ dian, mit wüthender Geberde hinüberdrohend nach den Mönchen, die ihm, und den Seinen gegenüber⸗ ſtanden. Schweigt! Niemand wage es in dieſen ge⸗ heiligten Kloſterräumen den Namen des preußiſchen Ketzerkönigs anders als mit einer Verwünſchung auszuſprechen. Wer ſeinen Waffen Glück wünſcht, Der iſt ſelber ein Abtrünniger, ein Verräther und Ketzer. Gott hat das Schwert ſeines Zorns ſchon gegen ihn erhoben, und wird ihn zerſchmettern, und wird ſegnen die Waffen ſeiner Gegner, wie es Cle⸗


