Teil eines Werkes 
3. Folge, Friedrich der Große und seine Geschwister : historischer Roman : 2. Abtheilung : 2. Band (1857)
Entstehung
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merkſamkeit vor dem Tiſch mit den Landkarten ſtehen bleibend.

Herr von Cocceji wagte nicht durch irgend ein Wort, einen Laut das tiefe Nachſinnen, die haſti⸗ gen, unverſtändlichen Selbſtgeſpäche des Priors zu

unterbrechen, ſondern ſchaute ihm ſtill und mit ge⸗ ſpannter Aufmerkſamkeit zu, wie er immer und immer wieder haſtig auf⸗ und nieder rannte.

Endlich aber ſchien dieſer innere Kampf des Priors beendet zu ſein. Er ſtand vor dem Baron von Coccejli ſtill, und ſeine großen, dunklen Augen mit ſinnendem, ernſtem Ausdruck auf ihn heftend, ſagte er leiſe und haſtig: Sie haben mich da zum Vertrauten eines großen und gefährlichen Planes gemacht. Wenn ich meiner Pflicht als unmittel⸗ barer Untergebener des Papſtes zu Rom, als Prie⸗ ſter der heiligen Kirche, deren Widerſacher König Friedrich iſt, genügen wollte, ſo müßte ich Sie als einen gefährlichen Unterhändler und Feind hier feſt⸗ halten, und dem Oberhaupt unſerer Kirche ſchleu⸗ nige Nachricht geben von dieſen Plänen, die nicht allein Clemens als Fürſt der Kirche, ſondern auch als Fürſt des Kirchenſtaates bedrohen. Aber, was wollen Sie, ich bin nicht als Prieſter geboren, und mein Herz und mein Geiſt haben ſich den Regeln und der Zucht des Ordens nicht ganz fügen wol⸗ len.— Ich bin, fuhr er mit einem anmuthigen Lä⸗ cheln fort, immer noch ein wenig der rechte Bruder meines freigläubigen Bruders, des Abbé Baſtiani geblieben, und wie es ſcheint, liegt es in unſerem Zlut, daß wir den großen und geiſtvollen Köni von Preußen lieben und anbeten müſſen.— J. will alſo der Stimme meines Blutes und meines Herzens folgen, und ein wenig vergeſſen, daß ich⸗

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