Teil eines Werkes 
3. Folge, Friedrich der Große und seine Geschwister : historischer Roman : 2. Abtheilung : 2. Band (1857)
Entstehung
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huwloltorhen Lippen ſtand ein ſtolzes, triumphirendes ächeln. 3 Nun, Montardo, ſagte er, Ihr kommt ohne Zwei⸗ fel, um mir zu meinem Sieg über dieſe elenden Te⸗ reſiani Glück zu wünſchen?

Gewiß, Cicerachi, dashalb komme ich, rief Mon⸗

tardo lachend. Ihr habt da eine verzweifelt origi⸗

nelle Idee gehabt. Eine ewige Lampe vor dem Bilde des Königs von Preußen anzuzünden, iſt in der That eine wundervolle Demonſtration.

Wißt Ihr warum ich's gethan habe? fragte Cice⸗ rachi. Die Tereſiani haben geſtern vor der Thür

ihres Kaffehauſes die Bulle des Papſtes Clemens

des Elften, welche jetzt der Papſt Clemens der Drei⸗ zehnte beſtätigt und erneuert hat, mit großer Pracht ausgeſtellt. Sie haben dieſe Bulle auf weißen Atlas drucken und in einen prächtigen Goldrahmen einfaſſen laſſen, und unter derſelben brannte eine ewige Lampe.

Und wie lautete denn dieſe Bulle? fragte Mon⸗ tardo.

Ich werde Euch den Anfang ſagen, rief Cicerachi heftig, denn das Ganze habe ich natürlich nicht be⸗ halten. Der Anfang der Bulle lautete: Ihr habt längſt vernommen, daß Friedrich, Markgraf von Brandenburg, mit Verachtung der Autorität der Kirche Gottes, ſich öffentlich den Namen und die Inſignien eines Königs von Preußen angemaßt hat; ein wahrer profaner und bei den Chriſten ganz un⸗ erhörter Brauch. Somit hat er ſich unvorſichtig ge⸗ nug der Zahl Derer beigeſellt, von Denen es in der Schrift heißt:Sie haben regiert, aber nicht durch mich; ſie waren Fürſten, aber ich kannte