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den Wirth um einige kaufmänniſche Adreſſen und einen Wegweiſer zu bitten. Signor Montardo ließ es ſich indeſſen nicht nehmen, ſeinen Gaſt ſelber zu geleiten und ihm per⸗ ſönlich bei ſeinen Geſchäftswegen hülfreich zu ſein. Es könnte ſonſt leicht irgend ein Kaufmann Sie anreden und zu ſich rufen, ſagte er, der nicht von unſerer Partei iſt, und wenn Sie dem Ihre Fächer zeigen wollten, ſo würde das einen raſenden Scan⸗ dal geben, denn die Tereſiani ſind eben ſo hitzig, wie wir, und es ſind hier ſchon manche Schlägereien und Kämpfe unter den Tereſiani und Pruſſiani vorgefallen. Kommen Sie alſo, mein Herr, ich eleite Sie! Wir wollen nicht durch die Kanäle kehite, ſondern durch die kleinen Calli gehen, die uns ſchnell zur Riva di Schiavoni und auf den Rialto führen, denn das iſt unſer Ziel.. Führt uns das weit ab von dem Kloſter San Giovanni und Paolo? fragte der Fremde, indem ſie an der Hinterſeite des Hoôtels hinaustraten in dieſe engen, kleinen, dunklen Gaſſen, die in Venedig hinter den Häuſern hinlaufen und eine ziemlich be⸗ ſchwerliche Paſſage für Fußgänger bilden. Ah, Sie bleiben alſo immer noch dabei, dem Herrn Prior ihre Reliquien anbieten zu wollen? fragte der Wirth lachend. Ich bleibe dabei, und hoffe, daß er ſie kauft. Nun, ich wünſche Ihnen Glück. Jedenfalls haben Sie vom Rialto nicht weit dahin. Ich geleite Sie bis in die Nähe des Kloſters, aber nicht weiter! Und warum nicht? 8
Weeil der Bruder Pförtner ein wüthender Tere⸗ ſiano iſt, und Ihnen ohne Zweifel die Thür vor 4 Friedr. d. G. u. ſ. Geſchw. 2. Abth. II. 2
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