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kommen, daß alle Völker Europa's zu Pruſſiani werden, und nur die Fürſten Tereſiani ſind.
Aber nichts deſtoweniger werden dieſe Völker doch ihren Fürſten gehorchen, ſagte der Fremde mit einem lauernden Blick, und wenn dieſe es befehlen, werden ſie gegen den großen König zu Felde ziehen.
Nicht wir, nicht die Italiener, rief der Wirth heftig. Unſer Doge wird es nicht wagen, für die Tereſiani Partei zu nehmen, oder gar ſich mit ihnen zu verbünden, denn er weiß ſehr wohl, daß das hier in Venedig eine Revolution geben würde, bei der ſein eigener Thron vielleicht gefährdet würde. Nein, nein, Signor, unſere erhabene Regierung iſt zu klug, um nicht öffentlich eine neutrale Stellung zu behaupten, während ſie in'sgeheim ſo gut preu⸗ ßiſch geſinnt iſt, wie wir Alle.
Aber die Lombarden und Sardinier? fragte der Fremde erwartungsvoll. 8
Auch die ſind gut preußiſch geſinnt, und wenn auch der König von Sardinien, wie man ſagt, ein Tereſiano iſt, ſo iſt ſein Volk preußiſch wie wir Alle.
Und die Neapolitaner?
Nun, die Neapolitaner! rief der Wirth lachend, die Neapolitaner ſind, wie Sie wiſſen, eben nicht bekannt wegen ihrer Tapferkeit, und wenn ſie alſo den großen Friedrich nicht lieben, ſo fürchten ſie ihn wenigſtens. Die Neapolitaner ſind die Kinder Ita⸗ liens, ſie wiſſen nichts weiter, als daß Neapel eine ſchöne Stadt iſt, und zittern immer, daß irgend ein
Barbar kommen, und ſie verſchlingen könnte. In ihrer Angſt vergeſſen ſie ganz, daß Niemand an ſie denkt, und daß ganz Italien und die Alpen ſie von den kriegführenden Völkern trennen. Der König von Neapel hielt es für möglich, daß der König von


