II. Eine Heldenſeele.
Dort will ich übernachten, ſagte er, denn es ſcheint, als ob dieſe Baracke ganz leer iſt, und wir werden alſo ſicher ſein, dort Niemand zu ſtören!
Der König hatte Recht. Dieſes elende, von den Koſacken zerſtörte Haus war leer; Niemand kam ihm entgegen, Niemand empfing ihn als er in das Zimmer trat. Die Fenſter, deren zerſchlagene Schei⸗ ben im Zugwind klirrten, waren geöffnet, und in dem kleinen ſchmutzigen Zimmer war nichts enthal⸗ ten, als ein wenig Stroh, ein geflochtener Binſen⸗ ſtuhl und ein roher hölzerner Tiſch.
Der König ſagte mit einem trüben Lächeln: das iſt genug für mich. Hier will ich übernachten. Hat Er meine Schreibmaterialien mitgebracht?
Adjutant von der Goltz bringt ſie, Sire, ich wollte nicht noch einmal umkehren, ſie zu holen, ſon⸗ dern Euer Majeſtät begleiten.
Eben trat der zweite Adjutant ein, und brachte die Schreibmappe des Königs, indem er zugleich meldete, daß er zwei Grenadiere mitgebracht habe, vor der Thür Wache zu halten.
Ach, flüſterte der König mit zitternder Stimme, habe ich noch Grenadiere?— Er neigte ſein Haupt auf ſeine Bruſt und ſtand lange gedankenvoll da.
Meine Herren, ſagte er dann nach einer langen Pauſe, ſehen Sie Sich im Hauſe um, ob es hier noch irgend ein Zimmer giebt, wenn nicht, werden wir uns ſpäter hier ſchon einrichten können. Jetzt muß ich allein ſein, ich habe zu arbeiten. Einer
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