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ſchmack des Herrn von Belleville bewundert und ihn beneidet.
Mein Gott, ſagte dieſer leichthin, die Kleine iſt hübſch, das iſt wahr, und ich beluſtige mich ein weni damit, ihr den Hof zu machen. Wir müſſen och dieſe guten deutſchen kleinen Mädchen auch einmal kennen lehren, was wahre Galanterie iſt.
Das iſt alſo der einzige Grund, weshalb Sie dem ſchönen Fräulein den Hof machen? fragte Giur⸗ genow mit einem lauernden Blick.
Ich verſichere Sie, der Einzige, rief Herr von Belleville lachend, indem er aufſtand und ſich dem Fenſter näherte. Aber ſehen Sie nur, rief er dann haſtig, ſehen Sie nur, welch' eine Menſchenmaſſe die Straße anfüllt, und wie die Leute geſticuliren und ſchreien, als ob ein Unglück geſchehen ſei.
Die beiden anderen Herren eilten an ſeine Seite, und die Fenſter öffnend blickten ſie hinunter auf den Platz, auf dem allerdings eine große Maſſe Volks ſich verſammelt hatte. Und immer mehr Leute noch ſtrömten aus den angrenzenden Straßen herbei und ſammelten ſich auf dem weiten Platze, in deſſen Mitte ſich auf einer von Steinen raſch zuſammenge⸗ tragenen Erhöhung eine ſeltſame Gruppe zeigte. Da ſtand ein hoher, hagerer Mann im ſchwarzen Talar, mit langen grauen Locken, die von ſeinem Haupt herniederfloſſen und wie Schlangen ſein blriche⸗ fa⸗ natiſches Antlitz umringelten. In ſeiner Rechten hielt er eine Bibel, die er mit erhobener Hand der Volksmenge zeigte, während ſeine großen, tief in ihren Höhlen liegenden Augen zum Himmel empor⸗ 1 gerichtet waren, und ſeine Lippen leiſe unverſtänd⸗ liche Worte murmelten. Ihm zur Seite ſtand eine Frau in ſchwarzer Kleidung, mit aufgelöſtem Haar,


