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Augen. Und gleichſam begeiſtert von dem Anſchauen dieſes Heldenangeſichts erheiterten ſich die Geſichter ſeiner Generale und ihre umdüſterten Stirnen hellten ſich auf.
Jedermann fühlte, daß dieſe hohe Stirn gleichſam beleuchtet war von dem Segen des Genius, und daß die Lorbeern, welche ſie zierten, niemals entweiht wer⸗ den könnten. Jedermann fühlte ſich vertrauensvoll, muthig und kampfbereit, und wie ſehr man früher auch verzagt geweſen, mit welchem Kopfſchütteln ſelbſt die muthigſten Generale den Entſchluß des Königs vernommen hatten, den dreimal überlegenen Feind anzugreifen, jetzt, da der König in ihrer Mitte war, jetzt fühlte ſich Jeder vertrauensvoll und ſiegesgewiß.
Kundſchafter waren in das Lager zurückgekehrt und
hatten berichtet, daß die öſterreichiſche Armee mit Sonnenaufgang ihr Lager verlaſſen und nach Leuthen vorgerückt ſei; ſie hatten auch viel erzählt von der Stärke des Feindes und der Ungeduld der Soldaten, die kleine preußiſche Armee, welche der öſterreichiſche General Luccheſi ſpottweiſe„die Berliner Wachtparade“ genannt, niederzumetzeln.—
Auf den Wink des Königs war Seidlitz zu ihm herangetreten, und hatte ihm dieſe neueſten Berichte der Kundſchafter mitgetheilt.—
Es iſt ein ungeheures Heer, welchem wir da be⸗ gegnen werden, ſetzte Seidlitz hinzu, ein Heer, wel⸗ ches mehr als noch ein Mal ſo ſtark iſt, als das unſrige. 3
Ein heller Blitz aus den Augen des Königs traf den General. Ich weiß es, ſagte er dann ruhig, ich kenne die Ueberlegenheit und die Stärke meiner Feinde. Aber es bleibt mir kein anderes Mittel, als zu ſieg8en


