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leiſe, und aus dem Haufen der Männer und Frauen ſtieg ein dumpfes Gemurmel der Wehklage empor.
In ihrem Schrecken hatten die guten Leute ver⸗ geſſen, daß Anna Sophie ihnen nicht von einer Nieder⸗ lage, ſondern von einem Siege zu berichten hatte, und daß die Dinge ſich daher doch zuletzt noch günſtiger gewandt haben mußten.
Lies weiter, Anna Sophie, ſagte der alte Hirte nach einer bangen Pauſe. Wollen wir ſo feig ſein, nicht einmal den Bericht hören zu können von dieſer mörderiſchen Schlacht, in welcher unſere Söhne doch den Muth gehabt haben, zu kämpfen?
Lies weiter, lies weiter, Anna Sophie! rief man hier und dort, und Anna Sophie öffnete wieder die Augen und hob den herabgeſunkenen Arm mit dem Zeitungsblatt wieder empor.
Wieder herrſchte jetzt eine athemloſe Stille. Anna Sophie las:„In dieſem furchtbaren Moment fühlte der Herzog von Bevern, daß ein entſcheidender Ent⸗ ſchluß gefaßt werden müſſe. Indem er mit gezogenem
Degen vor die Fronte der verzagten Truppen ſprengte,
rief er:„Burſche, Ihr habt keine Munition mehr? Darüber ſeid unbekümmert! In welcher Abſicht hat man Euch denn gelehrt, den Feind mit gefälltem Ge⸗ wehr anzugreifen?“— Dieſe Worte, ausgeſprochen von einem geliebten und tapferen Anführer, wirkten auf die Soldaten wie ein Götterſpruch. Sogleich ſchloſſen ſie ihre Reihen, und durch das Beiſpiel ihrer Officiere angefeuert, drangen ſie mit Gewalt in den Feind. Umſonſt eilte Graf Stahremberg mit ſechs Bataillonen herbei; umſonſt ſuchte Graf Wied die Häuſer von Lowoſitz, wohin ſeine Grenadiere ſich ret⸗ teten, zu behaupten. Nichts konnte den Preußen wider⸗ ſtehen. Wie ein reißender Strom ſtürzten ſie von der


