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einige Worte. Dann ſah man dieſe gleich den Mi⸗ niſtern ſich entfernen, und auch der Graf Brühl ver⸗ ſchwand.
Das Feſt aber ging ruhig weiter, die Muſik be⸗ gann wieder ihre heiteren, melodiſchen Weiſen, die Cascaden rauſchten weiter, die bunten Vögel ſangen und krächzten, die Blumen dufteten und glänzten noch ebenſo ſchön, die Brillanten an den Prachtgewändern der Herren und Damen blitzten noch ebenſo feurig. Nur ihre Augen waren minder ſtrahlend und hell, und von ihren Lippen war das heitere Lächeln ver⸗ ſchwunden. Sie ahnten Alle das Unheil, welches über ihrem Haupte ſchwebte.
XIV. Das Archiv in Dresden.
Graf Maltzahn hatte richtig prophezeiht, der König von Preußen war wirklich nach Dresden gekommen, und er hatte hier, wie überall in Sachſen, keinen Widerſtand gefunden. Der Schrecken und das Ent⸗ ſetzen der Ueberraſchung war vor ihm hergegangen und hatte jeden Widerſtand entwaffnet und jede That⸗ kraft gelähmt.— Der König und Churfürſt war ſchon lange nicht mehr gewohnt einen Willen zu haben, und der Graf Brühl, der Günſtling des Glückes, zeigte ſich matt und kraftlos in der Stunde des Unglücks. Es bedurfte der feſten Energie der Königin, der kraft⸗ vollen Vorſtellungen des franzöſiſchen Geſandten von


