Teil eines Werkes 
2. Folge, Friedrich der Große und seine Geschwister : historischer Roman : 1. Abtheilung : 2. Band (1857)
Entstehung
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Verzeihung, Excellenz, ſtammelte der Secretair, aber der Courier brachte mit dieſem Schreiben zu⸗ gleich ſo ſeltſame und unerhörte Nachrichten mit, daß ic glaubte, ſie Euer Excellenz mittheilen zu müſſen,

enn—

Eine ſchmetternde Fanfare von Trompeten, das laute Donnern von Kanonen unterbrach ihn.

Der König und die Königin ſteigen ſo eben in den Wagen um hierher zu kommen, rief der Graf. Heute nichts mehr von Geſchäften, mein Freund. Ver⸗ ſparen wir das auf morgen! Kommen Sie, Antonia, laſſen Sie uns den Majeſtäten entgegengehen.

Er nahm die Hand ſeiner Gemahlin, und winkte ſeinem Secretair, die Thüren zum Vorſaal zu öffnen.

XIII. Das geſtärke Feſt.

Wie der Graf und ſeine Gemahlin in den Vor⸗ ſaal eintraten, hätte man meinen ſollen, ſie Beide ſeien das Königspaar, welches eben im Begriff ſei, die Huldigungen des Hofes zu empfangen. Denn Alles, was in Dresden durch Rang und Stellung berechtigt war, an den Hoffeſten Theil zu nehmen, war in die⸗ ſem Vorſaal des Grafen Brühl vereinigt. Da ſah man nur die goldgeſtickten Uniformen der Generale

und Geſandten, da glänzten hohe Ordenszeichen auf jeder Bruſt, da waren die ſchönſten und ſtolzeſten Da⸗

men der Ariſtokratie, die glänzendſten Namen des ſäch⸗