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Jetzt werde ich alt und— auch kalt werden. Aber Eins will ich Dir noch ſagen, ehe ich wieder König werde! So ganz unzufrieden bin ich damit nicht, denn, im Vertrauen geſagt, es ſcheint mir ziemlich ſchwer ein gewöhnlicher Menſch zu ſein, und es iſt mir ſo vorgekommen, als ob damit manche Demüthi⸗ gungen und manche unvermeidliche Beleidigungen ver⸗ bunden ſind. Die Menſchen, ſcheint es, lieben und vertrauen ſich nicht ſonderlich untereinander, und Einer rächt ſich am andern für die Unbill, die er ſelber vom Dritten erfahren hat.— Außerdem verſtehe ich mich nicht recht auf die Höflichkeiten des gewöhnlichen Le⸗ bens, und man hat mir deshalb, wie Du weißt, manche Naſe zu Theil werden laſſen. Da ſcheint's mir denn doch im Ganzen bequemer, Naſen auszu⸗ theilen, als zu empfangen, und ſo will ich denn mich entſchließen wieder König zu ſein. 4
Wollen mir Ener Majeſtät noch ein Wort erlau⸗ ben? fragte Deeſen vortretend.
Sprich, Deeſen!
Nun, ſo danke ich dem Herrn Zollern, daß er mir das Leben gerettet hat, denn ſo wahr ein Gott lebt, ich wäre erſtickt vor Aerger, wenn ich dieſen hoch⸗ müthigen Holländern nicht hätte ſagen dürfen, wer der Herr Zollern und wer ich ſelber ſei!
Das Letztere war wohl die Hauptſache debei, ſagte der König lächelnd, der König ſollte dem Kammer⸗ huſar nur als Folie dienen. Nun vorwärts! Lebe wohl, blauer Himmel, Freiheit und Jugendluſt! Lebe wohl, Friedrich Zollern! Da! Jetzt ſtehe ich auf preußiſchem Boden, die heitere Stunde iſt vorüber, und ich fürchte, Balby, der Ernſt des Lebens wird uns bald möchtig faſſen. Mag es denn ſein! Ich


