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Dieſe ſchöne Louiſe von Schwerin iſt aber ein toll⸗ kühnes und gefährliches Weib und wir müſſen ihrem geſchickten Angriffsplan eine Contremine legen. Wenn ſie ſich in den Kopf geſetzt hat, von meinem Bruder geliebt zu werden, ſo beſitzt ſie Erfahrung und Mittel genug, um ihr Ziel zu erreichen, und ihn möglicher Weiſe zu den tollſten und widerſinnigſten Streichen zu verleiten. Es muß alſo dieſe Sache ſchnell zur Entſcheidung gebracht werden, und da es nicht anders ſein kann, ſo werden wir wohl von Ihrem Vorſchlag Gebrauch machen müſſen und den Prinzen Heinrich als Kronprinzen behandeln.
Der Prinz gedenkt heute Abend mit ſeinen beiden Freunden nach Berlin zu gehen, zu dem von dem Prinzen von Preußen veranſtalteten Maskenfeſt flüſterte Pöllnitz.
Ah, es iſt wahr, des Prinzen Arreſt geht um 6 Uhr zu Ende, aber er wird doch nicht vergeſſen, daß er des Urlaubs bedarf, um Potsdam zu verlaſſen.
Er wird es vergeſſen, Sire.
Der König ging einige Male ſchweigend auf und ab und ſein Antlitz nahm jetzt einen drohenden und zürnenden Ausdruck an. Laſſe Er den Prinzen immer⸗ hin ſeinen Willen thun, ſagte er dann, mahne Er ihn nicht an ſeine Pflicht. Dieſer ärgerliche Zwiſt ſoll zu Ende gebracht werden, und das ſobald als irgend möglich. Mein Bruder muß ſich unterwerfen. Sorge Er alſo dafür, daß ſein Entſchluß nicht zurückgenom⸗ men wird und daß der Prinz nicht etwa doch noch auf den Gedanken komme, Urlaub zu nehmen. Gehe Er zu ihm, und ſobald er abgereiſt iſt, bringe Er mir Beſcheid.
Lange noch, nachdem Pöllnitz ihn verlaſſen, ging der König ſinnend auf und ab. Armer Heinrich,


