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Naturellement, mon ami. Kann man etwas Schoͤne⸗ res ſehen, als wenn ſo eine Sylphide im zarten aͤtheriſchen Gewande mit einer Pirouette aus den Couliſſen hervorhuͤpft, ſich anmuthig rechts und links verneigt und nun in den ent⸗ zuͤckendſten Spruͤngen und Pas unſere Bewunderung er⸗ regt?—
Was entzuͤckt dich denn eigentlich dabei ſo ſehr? fragte Ernſt laͤchelnd.
Was mich dabei entzuͤckt, erwiederte Carl, und ſah ihn ſtuͤpide an, nun— eh bien, das Ganze entzuͤckt mich.
Ich meines Theils habe nie begreifen koͤnnen, wie man Stundenlang dieß ewige Einerlei von kuͤnſtlichen Verrenkun⸗ gen und Schwenkungen bewundern kann. Das Gefuͤhl bleibt kalt dabei,— der einfachſte Geſang iſt mir lieber.
Gefuͤhl, Gefuͤhl, ſpottete Carl, mon dieu, wer ſpricht denn von Gefuͤhl, das iſt ganz aus der Mode. Man ſpricht von Leidenſchaften, von Inclinationen, Paſſionen, aber nicht von Mondſchein, von Seufzern, vom Rauſchen in den Baͤumen, in summa nicht von Gefuͤhl. Und mein Freund, unſere ſchoͤnen Taͤnzerinnen ſingen auch mit den Fuͤ⸗ ßen, ſchlagen die reizendſten Triller, machen die bewunde⸗ rungswuͤrdigſten Cadenzen, und wenn ſie das reizende Bein ſo lang und grade ausſtrecken, kann man ein tief gefuͤhlteres Fermate denken?—
Ernſt lachte, und als in dieſem Augenblicke die Muſik ſchwieg und der Vorhang empor rauſchte, bogen ſich Alle weit vor, die ſchoͤne Emilie zu ſehen.
Alberne Idee, murmelte Carl, ſie iſt noch nicht da, was ſoll das langweilige Geſchwaͤtz? Aergerlich wandte er der
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