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eer. Nein, ich glaube an dieſe Liebe, die freudig in Tod und Elend geht, um des Geliebten willen, die, ſich ſel⸗ ber vergeſſend, nur in dem Geliebten lebt, von dieſem allein Gluͤck und Ungluͤck empfangen kann. Ich halte mich ſelbſt einer ſolchen Liebe ſogar faͤhig. Glauben Sie mir, wenn ich auf der Buͤhne ſtehe und wenn mein Mund die Worte hoͤchſter Liebe und Zaͤrtlichkeit ſpricht, mein Herz fuͤhlt ſie mit. Ich vergeſſe dann, daß es nur Spiel iſt, ich bin dann, was ich nur ſcheine, der Geiſt, der aus mir redet, be⸗ maͤchtigt ſich meines eigenen Geiſtes, und dann liebe ich wirklich ſo heiß, ſo hingebend, wie— Griſeldis, fiel Solau ihr ins Wort, die Sie ſo wunder⸗ lieblich uns darſtellen. Und nun, liebes, holdes Weſen, fuhr er mit vaͤterlich zaͤrtlichem Tone fort, nun ſagen Sie dem alten Freunde, iſt denn das Herz noch wirklich frei? Frei? fragte ſie nach: Nein, es gehoͤrt der Kunſt, und glauben Sie mir, es iſt wohl gut, daß es ſo iſt. Ich fuͤhle zuweilen, daß mich die Liebe, wenn ſie mich packte, ver⸗ nichten koͤnnte. Ach, laſſen Sie mir dieſe Himmelsruhe, — warum das brennende Feuer, das verſengt, zerſtoͤrt? Ich mag noch nicht ſterben. Das Leben iſt ſo ſchoͤn, ſo ſchoͤn der Fruͤhling. Glauben Sie mir, ich habe eine faſt unbe⸗ ſiegbare Sehnſucht nach meiner lieben Einſamkeit, nach mei⸗ nem freundlichen kleinen Landgute. Ach, waͤre ich erſt dort! Fern von dem Geraͤuſch der Stadt, von den Menſchen, die mich toͤdten mit ihrem Lob und ihrer Bewunderung. Sie war aufgeſtanden und ſchritt ſchnell im Zimmer auf und ab. Ihr Auge blickte leuchtend grade aus, als ſchaue s8 entzuͤckt in eine ſchoͤne Landſchaft, ihr Buſen hob ſich


