Erſtes Capitel.
Ach, dem Glück, geliebt zu werden, Gleicht kein andres Glück auf Erden, Die geliebte Schäferin,
Sie allein iſt Königin.
Graf Ernſt wan einer Reiſe nach Italien zuruͤckgekeh und ſeine fruͤhern heitern Freunde hatten ihn mit Jubel b gruͤßt. An einen derſelben hatte er den Tag ſeiner Ankunft geſchrieben und ihn gebeten, ihm vorlaͤufig eine paſſende Wohnung zu ſuchen, bis er ſelbſt komme, ſein ererbtes Ho⸗ tel ſich einzurichten, da er geſonnen ſei, fuͤr laͤngere Zeit in der Reſidenzſtadt, als in der Naͤhe ſeiner Guͤter zuzubringen. Seine Wuͤnſche waren getreulich erfuͤllt worden, und im ele⸗ ganten hohen Zimmer ſaß der vor wenig Stunden Angehnge im Kreiſe von vier jungen Maͤnnern. n Die drei Jahre deiner Abweſenheit haben dich weng veraͤndert, bemerkte Baron S., und ſah theilnehmend und liebevoll in Ernſtens Geſicht, ich finde dich kraͤftiger, mehr zum Manne gereift. Mehr geeignet, die Stuͤrme des Lebens zu ertragen, be⸗ merkte Graf Ernſt mit einem faſt wehmuͤthigen Laͤcheln. 1*¼


