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eine Stube haltet bereit für meinen Gaſt, dieſen
hübſchen Matroſen.“
Lachend nimmt er Effie's, des jungen Matro⸗ ſen, Arm und eilt mit ihr in die Stadt durch Gaſſen und Straßen, bis ſie vor dem Gaſthaus zu den drei Kronen ſtehen.
Den Portier fragt Simpſon nach Herrn Ed⸗ ward Macdeam.
„Iſt auf ſeinem Zimmer Nro. 7.“
„Und allein?“
„Allein.“
Simpſon führte ſie die Treppe hinauf bis zur Thür Nro. 7. Dann küßte er ſie auf die Stirn und flüſterte:„weiter brauchſt Du jetzt Deinen alten Vater nicht. Was Dich da drinnen erwar⸗ tet, duldet keinen Dritten. Aber in einer oder zwei Stunden bin ich wieder hier, und hol' Euch Beide in mein Haus, und Du wohnſt bei mir, bis Du des Mannes Frau biſt. Ade!“
Effie iſt allein. Sie ſteht vor der Thür, die in das Zimmer ihres Geliebten führt. Da drin⸗ nen iſt er! Dieſe Thür nur ſcheidet ſie von ihm, nur die Hand an dieſes Schloß gelegt, die Pforte ſpringt auf, und ihn, ihn werden ihre Augen ſehen.
Sie vermag es nicht! Sie iſt ganz muthlos! Sie
zittert, alles ſchwindelt, dreht ſich vor ihren Auger
ſie lehnt ſich an die Wand, um nicht umzuſinken!
Das Glück iſt da, und ſie zagt, es zu ergreifen,


