Teil eines Werkes 
1. Band (1860)
Entstehung
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Nicht wahr, Du wirſt mich ewig lieben,

ſtammelte ſie.

Er drückte ſie heißer an ſich, und ſagte faſt uunwillig:warum die Zukunft beſchwören und die kommende Stunde?! Laß uns die Gegenwart ge⸗ nießen, nicht vorwärts denken!

Er zog ſie zu ſich nieder auf den Raſenſitz und ihre Lippen begegneten ſich.

Die Sonne war hinabgeſunken, und ein ſanf⸗ tes Dämmerlicht umhüllte die Natur. Allgemach tauchten Sterne am Himmel auf und ſpiegel⸗ ten ſich ab im klaren Waſſer des Sees, und Aurelia, dies gewahrend, ſagte lächelnd:Dein Gleichniß vorher iſt nicht richtig, wie ich ſehe. Nach dieſen vergoldenden Sonnenblicken ſollte eine ſchweigende Nacht den See verdunkeln, und ſchau, wie Du geirrt, die Sterne ſpiegeln ſich in ihm!

Doch hab' ich recht mit meinem Gleichniß, ſagte er,und wie dieſer glühenden Sonne die kalten Sterne folgen, ſo wird dereinſt unſere ſchöne, heiße Liebe verglühen; wohl uns, wenn dann mindeſtens das ruhigere Licht der Freund⸗ ſchaft uns bleibt.

Aurelia ſeufzte:Du biſt grauſam!

Aber wahr! ſagte er, und küßte ſie, und relia beſtritt es nicht, denn unter ſeinen Lieb⸗ ungen vergaß ſie ſeine Worte.