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Als ſie ſich jetzt umwandte und Maedeam ge⸗ wahrte, deſſen Eintreten ſie vor ihren eigenen Klagen nicht bemerkt, floſſen ihre Thränen reich⸗ licher, und ſie fuhr fort:„und wenn Sie wenig⸗ ſtens noch klagen und jammern wollten, Herr Macdeam, ſo wüßte man doch, warum Sie ſo traurig ſind. Aber ſo ſtumm und ſtill wie Sie ſind, weint man in die Welt hinein, ohne ſich einmal Rechenſchaft von ſeinen Thränen geben zu können. Gerade, wie mein ſeliger Mann, ver auch immer ſo verſteckt war, und immer ſtumm, ich mochte ſagen, was ich wollte, und auch ſo ſtumm geſtorben iſt, ohne mir ein Wort zu ſagen. Abends geſund zu Bette gegangen, und andern Morgens war er todt. Da lobe ich mir doch 'nen rechtſchaffenen Jammer, oder wenn's ſein muß, ein paar Flüche, die immer beſſer ſind als ſolch Stummſein!“
„Ich muß fort,“ ſagte Macdeam, und blickte nach der Uhr. 1
„Wenigſtens Ihr ſchönes Liedchen ſpielen Sie uns noch zum Abſchied!“ bat die Wirthin, und die Uebrigen ſtimmten ein in ihren Wunſch.
Maedeam nahn ſchweigend ſein Inſtrument und ſetzte es an die Lippen. Wie die Töne in ihrer einfachen, herzinnigen Melodie dahinzogen, fühlten ſich Alle wunderbar bewegt, die Wirthin barg ſchluchzend ihr Geſicht in ihrer Schürze, und ſelbſt Armand blieb ſtill und wagte nicht zu lachen.


