während die Andern immer aufs neue ihren ju⸗ belnden Ruf ertönen ließen, murmelte er leiſe: „wehe dem Lande, dem durch ſolche Patrioten Rettung und Heil kommen ſoll, wehe uns Allen, wenn der Unverſtand ſich Heldenthum dünkt, und die Thorheit ſich umhüllt mit dem Mantel der Weisheit! So wird das wahre Heldenthum und die Weisheit ein Kinderſpott, und ſo wird es der Tyrannei und den Fürſten gelingen, auch das für Thorheit und Scheinleben auszugeben, was wahr⸗ haft Weisheit und Leben iſt!“ „„ Und wozu Ihre ſich täglich erneuernden Schießübungen?“ fragte der Offizier. Armand ſtand ſchweigend auf, nahm unter ſeinem Mantel, den er beim Eintritt neben ſeiner Piſtole niedergelegt, etwas hervor, und es auf den Tiſch ſtellend, ſagte er:„ſeht her, dieſe hölzerne Birne iſt meine Zielſcheibe! Manche Früchte hängen ſo hoch, daß man, um ſie zu tref⸗ fen, ſich erſt üben muß.“
Der Offizier und der Fremde mit den dunkeln unheimlichen Zügen, den Armand Giuſeppo Daſſa genannt, lachten und neckten Armand mit der ſelt⸗ ſamen Zielſcheibe. Macdeam, der ſchwermüthige Liebling der Wirthin, ſchien, in Träumen verloren, gar nicht zu beachten, was um ihn her vorging, und Nordheim, die Fröhlichkeit der Andern nicht theilend, betrachtete aufmerkſam die hölzerne Form, die ihm beim längern und ſchärfern Betrachten


